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DRK KV Gütersloh e.V.

Eingetragen von Sebastian Brandt am 17.06.2013

93 Einsatzkräfte aus den Rotkreuzgemeinschaften im DRK-Kreisverband Gütersloh haben im jüngsten Hochwassereinsatz 5571 Stunden Hilfe geleistet. 72 Helfer arbeiteten an der Elbe in der überfluteten Innenstadt von Schönebeck und den umliegenden Ortschaften, 15 Kilometer südlich von Magdeburg.

Die gesamte Bezirkseinsatzeinheit- NRW BDT02 des DRK- Kreisverbands Gütersloh war an sieben Tagen immer mit 33 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern und einem von insgesamt drei Ärzten des Städtischen Klinikums Gütersloh besetzt. Sie war – wie berichtet – am Samstag, 8. Juni, vom DRK-Zentrum am Bühlbusch in Verl ausgerückt und kehrte wohlbehalten am vergangenen Freitag um 18.20 Uhr am DRK-Zentrum an der Schwedenschanze in Rheda-Wiedenbrück zurück. Schon im Vorfeld hatten Rotzkreuzkräfte das Abrücken der Feuerwehrbereitschaft Gütersloh mit Lunch-Paketen, Getränken und Feldbetten vorbereitet.

Die im Wechsel vor Ort verantwortlichen Zugführer Sascha Wittenborg aus Verl, Marco Oesterwinter aus Schloß Holte-Stukenbrock, Markus Ruse aus Herzebrock-Clarholz sowie Kai Zimmermeier und Michael Sellemerten aus Mastholte berichten übereinstimmend von einer großen Warmherzigkeit der betroffenen Bevölkerung. In Schönebeck blieb ihr das Schlimmste erspart, nämlich der Bruch des bereits rissigen Schutzdamms.

An den Gartenzäunen hingen Schilder „Wir danken Euch“. Kindergartenkinder malten ein Dankeschön-Bild und gaben es dem stellvertretenden Kreisrotkreuzleiter Michael Ossenkemper. Die harte Arbeit der heimischen DRK- Helfer bestand darin, der Feuerwehr, dem Technischem Hilfsdienst und der Deutscher Lebensrettungsgesellschaft beim Abfüllen und Verbauen von Sandsäcken den Rücken frei zu halten.

900 bis 1000 Menschen galt es zeitweilig aus drei Feldküchen – eine davon aus dem Kreis Gütersloh – zu versorgen. Als besonders wertvoll erwies sich bei dem schwülen Klima der (einzige) Kühlwagen, den die Spedition Nagel aus Versmold dem DRK bereitgestellt hatte. Zelte waren zu errichten, eine Schule auf vier Etagen mit Feldbetten auszustatten.

Der Sanitätsdienst war bei 191 Hilfeleistungen gefragt. Zumeist handelte es sich beim kontaminierten Flutwasser um schnell entzündliche Insektenstiche. Sechs Betroffene wurden ins Krankenhaus gebracht. Rotkreuzbeauftragter Jürgen Strathaus resümiert: „Die Praxis hat gezeigt: Wir sind mit der Ausbildung auf dem richtigem Weg.“   Text: Johannes Bitter